29. Oktober: Tanz auf dem Vulkan

Nach den Tempel, Gaerten und Wasserfaellen, bin ich nun bei den Vulkanen und Onsen angelangt. In Sichtweite von Aso City gibt es noch einen aktiven Vulkan, den Nakadake, und zahlreiche heisse Quellen. Aso City ist eigentlich keine Stadt, sondern vielmehr eine Ansammlung von Haeusern sowie ein Bahnhof, ein Hostel und ein Restaurant.

Am Morgen im Bus treffe ich zwei Finninnen, die genau wie ich, um den Krater herumwandern wollen. Doch wir muessen uns etwas in Geduld ueben. Der Wind steht unguenstig und verteilt die giftigen Gase das Nakadake. Am Fusse das Vulkans stellen wir uns auf eine laengere Wartezeit ein.

Nach 2 1/2 Stunden duerfen wir endlich nach oben, das “Aso Vulcano Desaster Prevention Centre” erteilt die Erlaubnis. Das Warten hat sich gelohnt, der Anblick ist beeindruckend. Wir wandern durch die unwirkliche Lavalandschaft, den Nakadake immer im Visier.

Am Abend erholen sich meine mueden Knochen im Onsen. Herrlich!!!

24. Oktober: kouyou

Die roten Ahornbaeume im Herbst ( kouyou) sind, genau wie die Kirchblueten im Fruehjahr (sakura), ein nationales Ereignis.  Mit dem Unterschied, dass die Laubfaerbung im Norden beginnt und Richtung Sueden wandert und die “cherry blossom front” genau umgekehrt.

In den Nachrichten wird der aktuelle Stand der Laubfaerbung durchgegeben und die Japaner ziehen los, ausgeruestet mit Wanderstiefeln und Kamera. Die Natur spielt im Leben der Japaner eine grosse Rolle. Sogar ihre Schriftzeichen bilden die Form der Berge, Baeume und Fluesse nach.

Ich eile den “maples leaves” etwas voraus und reise auf die Insel Kyushu. Von Fukuoka geht es nach Aso!