Kohle schaufeln natürlich. Der Bergbauarbeiter bedient sich einer eher derben Sprache und so wird aus der Schaufel eben der Weiberarsch. Der Vergleich ist nicht weit hergeholt! Einen ziemlich knackigen Po hat die Gute!
Wie man unschwer erahnen kann, befinde ich mich auf dem Gelände der Zeche Zollverein. Sie war eine der modernsten und schönsten Zechenanlagen weltweit und wurde am 23. Dezember 1986 stillgelegt. Seit 2001 gehören die Standorte Schacht XII, 1/2/8 sowie die Kokerei zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Die Führung “Kumpel und Kohle” führt einige spannende Fakten und Anekdoten zu Tage. Der Schacht XII ist 1049 Meter tief. Hier haben zeitgleich ca. 5000 Menschen unter der Erde gearbeitet. Pro Tag wurden 15.000 Förderkörbe mit Rohkohle umgeschlagen. Die Arbeitsbedingungen in den 50er Jahren waren unvorstellbar, kein Gehörschutz, kein Kopfschutz, nichts! Die Presslufthammer wogen ca. 13kg, damit wurde 8 Stunden gearbeitet.
Ich muss allerdings zugeben, am meisten bewegt mich das Schicksal von Mücke! Mücke war ein Grubenpferd. Von ihnen gab es zu Zeiten des Steinkohleabbaus ca. 8000 Stück. Sie schufteten jahrelang unter Tage. Einmal unten angekommen, haben sie das Tageslicht nie wieder erblickt und wurden blind! Schluchz!