16. November: Hinter tausend Staeben keine Welt

Der beruehmte Tiger Temple ist eine erbaermliche, primitive Touristenattraktion und ich bin mittendrin. Moenche nehmen hier seit einigen Jahrzehnten die Tiere auf. Eine Art Pflegeheim fuer Raubkatzen.

Keine Ahnung, was ich mir darunter vorgestellt habe. Meine naive, verklaerte “Jane-streichelt-den-Tiger”-Fantasie wird auf jeden Fall zurechtgerueckt.  Die stolzen Tiere liegen angekettet im Tiger-Canyon und Touristen stehen Schlange, um einem gedopten Tiger das Hinterteil zu taetscheln und daemlich in die Kamera zu grinsen.

Nach einer halben Stunde bin ich wieder draussen (ohne Foto) und schlage die Zeit tot, bis zur Abfahrt des Busses. Neben mir unterhalten sich drei Australier darueber, wie einfach es ist eine Thai-Frau kennenzulernen. Auch das ist Thailand!

15. November: Die Bruecke ueber den River Kwai

In Kanchanaburi spaziere ich ueber die Death Railway Bridge. Waehrend des 2 Weltkrieges zwangen die japanischen Besatzer ihre Kriegsgefangenen die 415 km lange Eisenbahnlinie zwischen Thailand und Burma in nur 16 Monaten fertig zu stellen. Die Bruecke ueber den River Kwai wurde 1945 von den Alliierten zerstoert.

Ich uebernachte in einem Bungalow direkt am Fluss. Der Ort ist idyllisch, fernab der Karaoke-Bars von Kanchanaburi. Einziger Nachteil: Ich teile mein Zimmer mit zig Eidechsen! Zum ersten Mal kommt mein Moskitonetz zum Einsatz. Etwas zweckentfremdet allerdings, zum Schutz vor dem, was die Eidechsen gerne fallen lassen :-) .